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Kürzlich hat man mich gefragt, seit wann ich eigentlich Taschenkalender sammle. Wenn ich ein Datum nennen müsste, würde ich sagen… immer schon. Mein Vater hat in all den Jahren von seiner Arbeitsstelle immer einen Taschenkalender für alle Familienmitglieder mitgebracht. Und am Jahresende haben er, meine Mutter und meine Geschwister diese immer mir gegeben. Und neben diesem Ritual erhielt ich solche, die meine Eltern in verschiedenen Geschäften bekommen hatten, die meinen Geschwistern gegeben wurden, und die, nach denen ich überall fragte. Und so kamen in mehr als 20 Jahren nur 400 zusammen (bis 2001).

 

Wenn ich sie nach Jahrgängen klassifizieren müsste, würde ich mit dem Kalender von 1901 beginnen, einem wunderbaren Geschenk von einem anderen Kalendersammler. Von Jahr zu Jahr erhöhte sich die Anzahl, aber seit den 90er Jahren nimmt die Menge drastisch ab. Das ist etwas, was mich traurig stimmt. Es gibt immer weniger Unternehmen, die Taschenkalender drucken lassen.  Einige wegen der Krise, andere, weil sie diese traditionelle Form der Werbung durch eine modernere ersetzt haben, wie Magneten für Kühlschränke. Heute ist es unmöglich, sich vorzustellen, dass eine Pizzeria Taschenkalender drucken lässt.

 

Laden "Zur Stadt London"
Argentinischer Kalender, 1901
Argentinien, 1901

Und auch die Globalisierung hat ihren Beitrag geleistet: es ist viel leichter, Taschenkalender in traditionellen Geschäften und beim Handwerk (bei einem Schuster, in einer Werkstatt oder in einer Tierarztpraxis) zu finden als in solchen Läden, die – wie Fleischereien und Gemüsehandlungen - Produkte anbieten, die auch in Supermärkten verkauft werden. Aber es geht nicht nur um die Menge, sondern auch um Erinnerungen. Jeder Kalender, und insbesondere jene, die ich seit mehr als 15 Jahre habe, rufen einen Zeitabschnitt wieder wach, erinnern mich an eine Person, eine Anekdote, an Läden, die es schon nicht mehr gibt. An Bräuche wie das „Verderben" von Taschenkalender durch Markierung von Geburtstagen von Familienmitgliedern oder Freunden, oder an ihre Benutzung als Illustrationen in den Schulheften, wenn es um irgendwelche Schularbeiten ging.

Aber die Globalisierung hat auch ein Fenster geöffnet: ins Internet. Mit Hilfe des Internets konnte ich Verbindung zu Sammlern in aller Welt aufnehmen, besonders aus Spanien, wo diese Art des Sammelns sehr verbreitet ist, so weit verbreitet, dass es eine Vereinigung von Taschenkalendersammlern gibt. Im „Mutterland“ erlauben sich die Sammler sogar den Luxus,  sich einer speziellen Thematik zu widmen, dank der großen Menge von Taschenkalendern, die im Umlauf sind. Es gibt auch richtige Serien, und einige davon gelangen sogar im Internet versteigert.

 

Ich weiß nicht, ob der Tag auch hier kommen wird, an dem das Sammeln von Taschenkalendern – wie die Philatelie und die Numismatik – zu einem kommerziellen Hobby wird. Dann werden sicherlich Leute kommen, die Kataloge verfassen, die Regeln aufstellen, wie man und wie man nicht sammeln sollte und welche Kalender als „wertvoll“ zu betrachten sind. Bis es soweit ist erfreue ich mich an den Bildern und Erinnerungen, die jeder meiner Kalender mir kostenlos und großzügig gewährt. 

Argentinien, 1980
Argentinische Luftwaffe, 1980
Argentinische Luftwaffe

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